Montag, 21.10.2002

Eduard Limonow

Eduard Limonow gilt als Skandalpolitiker in Russland (Foto: lenta.ru)
Dichter, Journalist, Vorsitzender der National-bolschewistischen Partei Russlands (NBP).

Zitat: „Putin wird nichts in Russland ändern können. Die Bürokratie ist es doch, die alles blockiert. Es muss grundsätzlich alles anders werden.“

Geboren: am 22.Februar 1943 in Dserschinsk bei Nischni Nowgorod als Offizierssohn.

Laufbahn: Dichter im literarischen Untergrund der UdSSR, 73-91 Exil in den USA, Erfolgsautor kulturkritischer Romane, Nach der Rückkehr nach Russland Mitglied der Schirinowski-Partei, gründet später die Nationalbolschewistische Partei, 2001-2003 im FSB-Untersuchungsgefängnis Lefortowo. Terrorismusprozess. 2005 Verbot der NBP. Seit 2006 im Oppositionsbündnis "Anderes Russland".

Freunde: Garri Kasparow, Alexander Prochanow, Parteigenossen der NBP, Alu-Mafiosi Bykow.

Feinde: Ex-FSB-Chef Patruschew, Ustinow, Hitler-Fan Barkaschow, Oligarch Oleg Deripaska. Regisseur Nikita Michalkow

Skandale: Kokettiert mit Homosexualität in Werken wie „Russischer Dichter bevorzugt große Neger“; Beteiligung an serbischem Paramilitär; angeblicher Versuch, Partisanengruppen im Altai zu organisieren.

Familie: zweimal offiziell verheiratet, keine Kinder.

Hobbys: Revolution, Schneidern und Kochen. Liebt an Frauen „vor allem den Körper“, an Männern die Dummheit: „so kann man leichter mit ihnen reden”.