Freitag, 18.10.2002

Jewgeni Primakow

Jewgeni Primakow - einst Spionage-Chef, Premierminister, Präsident der russischen IHK (Foto: Archiv/.rufo)
Russischer Ex-Premier. Zuletzt Chef der russischen Industrie- und Handelskammer.

Zitat: „Eine Zensur wird es nicht geben. Es wird eine interne Zensur geben.“

Geboren: 29. Oktober 1929 in Kiew.

Laufbahn: Dr. habil. der Ökonomie, Korrespondent der Prawda im Nahen Osten. Direktor des Orient-Instituts der Akademie der Wissenschaften. Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU. Chef der russischen Auslandsaufklärung. Russischer Außenminister. September 1998 – Russischer Premierminister. Vorsitzender der Duma-Fraktion „Vaterland – Ganz Russland“. Präsident der russischen Industrie- und Handelskammer (2011 zurückgetreten).

Freunde: Arkadi Wolski, Valentina Matwijenko, Juri Luschkow, Saddam Hussein

Feinde: Boris Jelzin, Boris Beresowski, Andrej Kosyrew.

Skandale: Primakow befindet sich 1999 auf dem Weg zu einem offiziellen Besuch in die Vereinigten Staaten, als er in der Luft vom Beginn der NATO-Angriffe auf Jugoslawien erfährt. Er lässt das Regierungsflugzeug über dem Atlantik wenden und kehrt nach Moskau zurück.

Familie: In zweiter Ehe verheiratet. Eine Tochter (Nana), einen Enkelsohn und zwei Enkeltöchter (Jewgeni, Alexandra und Maria). Primakows Sohn Alexander starb 1981 an einem Herzanfall, seine erste Frau Laura wenig später, weil sie über den Tod ihres Kindes nicht hinwegkam.

Hobbys: Große Vorliebe für orientalische Tischgelage. Hervorragender Zeremonienmeister bei Hochzeiten. Primakow schreibt Gedichte. Geht regelmäßig Schwimmen, betreibt Schießsport.