Donnerstag, 26.06.2003

Sergej Stepaschin

Ex-Premier Sergej Stepaschin leitet seit dem Jahr 2000 den russischen Rechnungshof (Foto: Archiv/.rufo)
Ex-Premier. Beiratsvorsitzender des staatlichen Fonds für Wohnungswirtschaft.

Zitat: „Ich hatte nie Angst, bei Null anzufangen... Eine Karriere kann man nur dann machen, wenn ein Amt kein Selbstzweck ist und kein Wunsch, jemandem zu gefallen“.

Geboren: 02.03.1952 in der Stadt Port Arthur (Lüshunkou), China.

Laufbahn: Promotion über die Parteiführung der Leningrader Feuerwehr im Zweiten Weltkrieg. Abgeordneter im ersten russischen Parlament. Chef des Inlandsgeheimdienstes FSK (später FSB). Justizminister, Innenminister; Ministerpräsident Russlands. Nach dem Rücktritt Wahl zum Duma-Abgeordneten über Jabloko-Liste. Vorsitzender des russischen Rechnungshofes.

Freunde: Stepaschin gilt als einer der anpassungsfähigsten russischen Politiker. Er hat keine politischen Freunde, sondern eher Verbündete sowie einen kleinen Kreis von engen Mitarbeitern. Einer seiner persönlich engsten Freunde, sein Stellvertreter General Alexander Pikulik kam 2006 bei einem Autounfall ums Leben.

Feinde: Der flüchtige Oligarch Boris Beresowski. und der korrupte, ehemalige Eisenbahnminister Nikolai Axjonenko. Beide sind inzwischen tot.

Skandale: Versprochene und gescheiterte Freilassung des gekidnappten Generals Schpigun in Tschetschenien. Korruptionsskandal beim Rechnungshof, in den zwei enge Mitarbeiter Stepaschins verwickelt sind.

Familie: Sergej Stepaschin ist verheiratet und hat einen Sohn (geb. 1976). Seine Frau hatte eine leitende Funktion bei der Promstrojbank in St. Petersburg, bevor sie zur Vize-Präsidentin des „Bankierhauses St. Petersburg“ (Bankirski Dom St. Petersburg) ernannt wurde.

Hobbys: Stepaschin mag Angeln, interessiert sich für Sport. Er sympathisiert mit den Fussballvereinen FC Zenit St. Petersburg und Dynamo Moskau.