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Tschetschenien-General Troschew. Zuletzt beriet er den Präsidenten in Kosaken-Angelegenheiten (Foto: Lapschin/.rufo)
Tschetschenien-General Troschew. Zuletzt beriet er den Präsidenten in Kosaken-Angelegenheiten (Foto: Lapschin/.rufo)
Aktualisiert 14.04.2009 14:24

Gennadi Nikolajewitsch Troschew

Held Russlands. Generaloberst. Ex-Befehlshaber der russischen Streitkräfte in Tschetschenien. Präsidentenberater für Kosakenangelegenheiten

Zitat: „Die Verhandlungen mit den Tschetschenen würden für die Armee einen Verrat bedeuten“.
Geboren: 15. März 1947 in Berlin in der Familie eines russischen Militärangehörigen.
Gestorben: Kam bei einem Flugzeugabsturz am 14. September 2008 ums Leben. An Bord der Unglücksmaschine waren insgesamt 88 Personen.
Laufbahn: Abschluss der Offizierschule, Abschluss der Malinowski-Militärakademie und der Militärakademie des Generalstabs. Befehlshaber der russischen Truppen in Tschetschenien. Erster Stellvertretender Befehlshaber der Truppen im Nordkaukasischen Militärbezirk. Befehlshaber der Streitkräfte in Tschetschenien. Präsidentenberater.
Freunde: Galt lange Zeit als Anhänger des ehemaligen Generalstabschefs Viktor Kasanzew. Hatte ein Vertrauensverhältnis zum ermordeten Präsidenten Tschetscheniens. Achmed-Hadschi Kadyrow.
Feinde: Aslan Maschadow, Schamil Bassajew, Udugow. Wurde in der sogenannten Verbrecher-Liste der tschetschenischen Seperatisten geführt.
Skandale: Schrieb das Buch „Mein Krieg“. Ein Unterkapitel heißt „Das tschetschenische Tagebuch eines Generals“. Rief dazu auf, „tschetschenische Banditen“ öffentlich hinzurichten.

Familie: Lange Zeit lebten die Eltern von Troschew und er selbst in Grosny. Seine Frau ist Kosakin aus der Terek-Region. Hat zwei Kinder.
Hobbies: Memoiren schreiben.

Foto:Surgalow/rufo
Foto:Surgalow/rufo
Laufbahn:

14. September 2008: Beim Landeanflug auf Perm stürzt ein Passagierflugzeug der Aeroflot ab. Alle 88 Insassen des Unglücksflugs kommen ums Leben. Unter den Passagieren ist auch Gennadi Troschew.

2003: Troschew wird zum Präsidentenberater für Kosakenangelegenheiten ernannt.

April 2000: Ernennung zum Befehlshaber der föderalen Streitkräfte in Tschetschenien. Mit der Ernennung von Troschew wurden diese nicht der Führung des Nordkaukasischen Militärbezirks, sondern direkt dem Generalstab unterstellt.

1999 - 2000: Erster Stellvertretender Befehlshaber der russischen Truppen in Tschetschenien.

1999: Kommandeur der föderalen Streitkräfte in Dagestan, seit Beginn der „antiterroristischen Operation“ in Tschetschenien Stellvertretender Befehlshaber der Nordkaukasus-Truppen, Kommandeur der Gruppe Ost.

1997 - 1999: Erster Stellvertretender Befehlshaber der Truppen im Nordkaukasischen Militärbezirk.

1995 - 1997: Kommandeur der 58. Armee mit Stab in Wladikawkas.

1995: Befehlshaber der Truppen des Verteidigungsministeriums in der Tschetschenischen Republik.

Zuvor beruflicher Werdegang vom Kommandeur der 10. Panzerdivision Ural-Lemberg bis zum Kommandeur des 42. Armeekorps.

1969: Abschluss der Kasaner Panzeroffiziersschule, später Abschluss der Malinowski-Militärakademie der Panzertruppen und der Militärakademie beim Generalstab.

Foto:Lapschin/rufo
Foto:Lapschin/rufo
Freunde und Team:


Zählte zur Gruppe von Ex-Generalstabschef Kasanzew. Achmad-Chadschi Kadyrow.


Feinde:


Maschadow, Bassajew, Udugow. Wurde in der sogenannten Verbrecher-Liste der tschetschenischen Seperatisten geführt.


Skandale:


Schrieb das Buch „Mein Krieg“. Ein Unterkapitel heißt „Das tschetschenische Tagebuch eines Generals“.


Familie und Eltern:


Lange Zeit lebten die Eltern von Troschew und er selbst in Grosny. Seine Frau ist Kosakin aus der Terek-Region. Hat zwei Kinder.


Hobbies und Charakter:


Hält sich selbst für nachdenklich und meint keinen harten Charakter zu haben. Während des 1. Tschetschenien-Krieges hat er versucht, sich mit der einheimischen Bevölkerung im Kaukasus über die Truppenbewegung zu einigen.

Zitat:

„Die Verhandlungen mit den Tschetschenen würden für die Armee einen Verrat bedeuten“.

„Die Auseinanderset-zungen zwischen mir und meinem Stellvertreter Wladimir Schamanow werden künstlich hochgespielt.“

Im März 2002: „Großangelegte Kampfaktionen wird es in Tschetschenien nicht mehr geben.“

„Ich bin Soldat. Befehle werden nicht diskutiert.“

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