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Dienstag, 10.06.2008
5 Stunden Verhör für Chef von Ölkonzern TNK-BP Routine
Moskau. Mehr als fünf Stunden dauerte die Vernehmung des Präsidenten der Ölgesellschaft TNK-BP, Robert Dudley, bei den Steuerbehörden. Anschließend erklärte Dudley, dass es sich um ein reines "Routinetreffen" gehandelt habe.
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"Das war ein absolutes Routinetreffen und betrifft TNK. Probleme während des Gesprächs gab es nicht", sagte Dudley.
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Auch die Ermittler zeigten sich anschließend zufrieden. Dudley habe alle nötigen Informationen zur Verfügung gestellt und somit gezeigt, dass er bereit sei, mit den Ermittlern zusammen zu arbeiten, erklärte ein Behördensprecher.
Der Ölkonzern steht seit einigen Wochen unter massivem Druck. Zum einen gibt es einen scharfen Interessenkonflikt zwischen den russischen Anteilseignern, Michail Fridman, Viktor Wechselberg und Leonard Blavatnik auf der einen Seite und dem britischen Ölkonzern BP auf der anderen Seite.
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Zum anderen ermittelt die Steuerbehörde wegen des Verdachts auf Betrug und Steuerhinterziehung in Höhe von umgerechnet 600 Mio. Euro gegen den Konzern. Die Vorwürfe stammen aus den Jahren 2001 - 2003, also aus der Zeit noch vor der Fusion von TNK mit BP.
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Der staatliche Erdgasmonopolist Gazprom hat inzwischen bestätigt, an einem Einstieg bei TNK-BP interessiert zu sein. Freilich erst, wenn alle behördlichen Probleme geregelt seien, erklärte ein Sprecher von Gazprom.
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