Donnerstag, 26.01.2012

„Ultrapolare Kälte“ strömt ins europäische Russland

Moskau. Von wegen ein besonders warmer Winter: In den nächsten Tagen soll es im Uralgebiet und dem europäischen Teil Russlands bitter kalt werden. Nachts können minus 30 Grad herrschen – und die Sonne verschwindet hinter Eisnebel.

Die erste Hälfte dieses Winters war ungewöhnlich mild, doch nun scheint der Winter das Versäumte nachholen zu wollen: In den nächsten Tagen rückt ein arktisches Hochdruckgebiet von der nordsibirischen Halbinsel Taimyr in Richtung Südwesten vor.

Erst über dem Ural, dann auch in Nord-, Zentral- und Südrussland sollen dadurch die Temperaturen am Wochenende und zu Beginn der nächsten Woche deutlich absacken, prognostizieren Russlands Wetterkundler.

Besonders eisig soll der Dienstag nächster Woche werden, heißt es. Für Moskau ist dann Frost in der Größenordnung von minus 18 Grad tagsüber und um die minus 25 Grad nachts zu erwarten. Ähnlich sieht die Prognose für St. Petersburg aus.

Zwar bleibt es niederschlagsfrei, doch der wärmende Effekt der Sonne soll tagsüber durch Wolken und aufziehenden Eisnebel gedämpft werden. Die sibirische Kälte wird auch besonders unangenehm zu spüren sein, da die Luftfeuchtigkeit höher werden wird.

Der Katastrophenschutz des Leningrader Gebietes warnt angesichts der heranrollenden Kälte bereits vor allerlei kommunaltechnischen Havarien wie Rohrbrüchen und Stromausfällen aufgrund erhöhter Belastungen sowie vor Bränden durch überlastete oder fehlerhafte technische Anlagen.

Schon am Wochenende müsse im Osten des Petersburger Umlandes mit Nachttemeraturen von minus 25 bis 30 Grad gerechnet werden, so die Behörde.