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Montag, 27.10.2008
Abchasien: EU-Beobachter tun nichts gegen Anschläge
Suchumi/Moskau. Die Regierung des Kaukasus-Gebiets Abchasien wirft den EU-Beobachtern Tatenlosigkeit vor. Seit dem Abzug der russischen Soldaten aus der Pufferzone entlang der Grenzen zwischen Georgien und den Gebieten Abchasien und Südossetien komme es zu gewaltsamen Übergriffen von Seiten Georgiens.
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„Georgische Sabotage-Gruppen in Abchasien werden aktiver. Es kommt oft zu Beschüssen und Morden“, zitieren russische Medien einen abchasischen Sicherheitsbeamten. Grund dafür sei, dass die russischen Truppen zurückgezogen worden seien und die EU-Beobachter nicht eingriffen.
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So sei am Sonntag ein abchasischer Grenzsoldat im Ort Pitschora verletzt worden. Die Täter sollen in Richtung Georgien geflohen sein, berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti.
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Unterdessen veröffentlichte die französische Tageszeitung „Le Monde“ am Montag ein Interview mit dem Unternehmer und ehemaligen Putin-Berater Andrej Illarionow. Illarionow erklärt darin, Russland habe den Krieg mit Georgien seit 2004 geplant. Allerdings seien die Planungen durch den georgischen Angriff auf Südossetien über den Haufen geworfen worden.
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„Ziel Russlands war die Beseitigung Saakaschwilis (Michail Saakaschwili ist der amtierende georgische Präsident, die Redaktion ), nach Georgien einzurücken unter dem Vorwand einer Revolution oder eines Staatsumsturzes mit bewaffneten Zusammenstößen“, so Illarionow gegenüber der französischen Zeitung.
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Illarionow glaubt, dass die russische Führung den Plan zum Sturz Saakaschwilis fasste, nachdem dieser im Jahr 2004 Adscharien wieder unter den Einfluss Georgiens gebracht hatte und eine Annäherung an den Westen suchte.
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Russland habe daraufhin versucht, Georgien durch verschiedene Wirtschaftsembargos in die Knie zu zwingen.
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