Mittwoch, 06.02.2013

Aeroflot bemängelt Störanfälligjeit von Superjet 100

Moskau. Die führende russische Fluggesellschaft Aeroflot ist unzufrieden mit der Qualität des Riesenvogels Superjet 100. Die zehn Maschinen in der Luftflotte sorgten letztes Jahr für 40 Prozent aller Störungsfälle bei Aeroflot.
Laut einem Bericht für den Aufsichtsrat von Aeroflot ist es 2012 in 95 Fällen zu Defekten gekommen, 2011 waren es noch 65. Die Hauptschuld trägt das Großflugzeug Sukhoi Superjet 100 (SSJ-100), berichtet am Mittwoch der „Kommersant“, dem der Bericht zugespielt worden ist.

Mit zehn Maschinen macht der Superjet nur acht Prozent des Fluginventars von Aeroflot aus, der Anteil der 24 Pannen beim Sukhoi liegt aber bei 40 Prozent. Vor allem habe es Fehler bei der Luftkonditionierung und bei der Flugzeugsteuerung gegeben.

Aeroflot plant nun, alle SSJ-100 nach Perm im Ural zu verlagern, weil erstens der Moskauer Flughafen Scheremetjewo überlastet ist und zweitens steuerliche Vorteile zu erwarten sind.

Technische Mängel am größten russischen Passagierflugzeug waren in die Schlagzeilen geraten, nachdem eine Maschine dieses Typs im Mai vergangenen Jahres bei einem Schauflug in Indonesien abgestürzt war. Alle 45 Insassen waren dabei ums Leben gekommen.