|
Donnerstag, 25.01.2007
Ausländern Zugang zu Russlands Lagerstätten erschwert
Moskau. Das russische Bodenschatzministerium will die Bedingungen für eine Beteiligung ausländischer Unternehmen an russischen Rohstofflagerstätten erschweren. Die Lagerstätten vor der russischen Küste sollen von von den staatlichen Konzernen Gazprom und Rosneft ausgebeutet werden.
|
|
"Weil es sich um größere strategische Interessen handelt, wird es härtere Zulassungsbedingungen für Ausländer geben, um auf dem Schelf aktiv zu werden", teilte Bodenschatzminister Juri Trutnew Journalisten am Donnerstag mit.
|
Die russische Regierung hatte zuvor die Entscheidung getroffen, die Vorräte vor der russischen Festlandküste unter der Leitung der beiden Staatskonzerne Rosneft und Gazprom zu erschließen. "Sie haben enorme Ressourcen, sie sind zwei der wenigen Unternehmen, die Erfahrung auf dem Schelf haben und diese Erfahrung wird gebraucht", begründete Trutnew die Entscheidung für Rosneft und Gazprom.
|
Zuletzt hatte das britisch-japanische Konsortium Sakhalin Energy wegen Umweltverstößen die Lizenz zur Förderung von Öl und Gas vor der Fernostinsel Sachalin verloren. Erst nachdem der russische Gasmonopolist Gazprom die Aktienmehrheit an dem Projekt Sachalin-2 bekam, sind die Vorwürfe gegen das Konsortium verstummt.
|
Nun hat die russische Umweltbehörde auch Ermittlungen gegen das Projekt Sachalin-1 eingeleitet. Dort ist Rosneft lediglich Minderheitsaktionär. Die Führung hat (noch) der amerikanische Konzern ExxonMobil.
(ab/.rufo)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>