Donnerstag, 24.11.2011

Baikal-Verseucher bleibt ohne Putin-Unterstützung

Irkutsk. Ein Gericht hat das Zellulosewerk am Baikalsee zu einer Zahlung von knapp 50.000 Euro Strafe wegen Umweltsünden verurteilt. Zufall oder nicht: Premier Putin macht sich jetzt für die Ökologie in der Region stark.
Das wegen seiner Einleitungen in den größten Süßwassersee der Welt umstrittene Baikal-Zellulosewerk muss 11,9 Millionen Rubel (48.000 Euro) zahlen, berichtet die russische Umweltbehörde im Gebiet Irkutsk. Damit bestätigt das Schiedsgericht Ostsibiriens das Urteil einer niedrigeren Instanz, gegen das das Werk Einspruch erhoben hatte.

Zeitgleich mit dem Urteil kommen Äußerungen von Wladimir Putin, wonach es wichtig sei, die Region, in der die Papierfabrik steht, ökologisch rein zu halten. Das ist eine beeindruckende Kehrtwende, denn noch vor zwei Jahren hatte Putin angeordnet, die Produktion in dem zwischenzeitlich stillgelegten Werk wieder anzufahren.

Die jetzige Geldstrafe geht auf eine Klage der Umweltbehörde in Irkutsk zurück. Zugrunde liegt eine Verletzung des Gesetzes „Über den Schutz des Baikal-Sees“.