Mittwoch, 20.05.2009

Beinahe Flugzeug-Kollision mit 300 Menschen über Moskau

Moskau. Weil das Annäherungs-Vorwarnsystem bei einem russischen Passagierflugzeuge fehlte, sind Ende April im Luftraum über Moskau beinahe eine TU-154 und eine Boeing 767 zusammengestossen. Das berichten jedenfalls die Piloten der TU-154. An Bord waren insgesamt 300 Passagiere.
Das Warnsystem TCAS sei aus ihrem Flugzeug ausgebaut und in einem anderen installiert worden, das ins Ausland fliegen sollte, berichten die Piloten laut einem Artikel der Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda" heute.

Obwohl nach den Regeln der Internationalen Organisation für zivile Luftfahrt auf allen Flugzeugen, die mehr als 19 Passagiere befördern können, TCAS-Warnsysteme eingebaut sein müssen, werden bei russischen Fluggesellschaften die Geräte häufig nur in den Flugzeugen installiert, die ins Ausland fliegen, berichtet die Zeitung.

Innerhalb Russland sind Flüge ohne TCAS erlaubt. Die TU-154 der sibirischen Gesellschaft UTair war aus Moskau-Domodedowo nach Samara gestartet, verliess aber den ihr zugewiesenen Flugkorridor, weil es nach dem Start Probleme mit dem Einfahren des Fahrgestells gab.

Die Boeing-767 der Fluggesellschaft Transaero war auf dem Weg nach Waldiwostok. Der Zusammenstoss wurde dank des Eingreifens der Flugleitstelle Moskau-Domodedowo verhindert.