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Dienstag, 13.10.2009
Bewährungsstrafe wg. russisch-finnischen Kidnappings
Tampere, Finnland. Die gebürtige Russin Rima Salonen ist von einem finnischen Gericht zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 25.000 Euro verurteilt worden. Sie wurde beschuldigt, ihren sechs Jahre alten Sohn aus der Obhut des Vaters nach Russland verschleppt zu haben.
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Das Familiendrama der Salonens beschäftigt in Russland und Finnland die Öffentlichkeit wie auch die diplomatischen Dienste seit geraumer Zeit. Russland protestierte seinerzeit vehement dagegen, dass ein finnischer Diplomat seine Immunität missbraucht hatte, um das Kind nach einer erneuten Entführung durch den Vater wieder aus Russland nach Finnland zu schmuggeln.
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Frau Salonen, die auch die finnische Staatsbürgerschaft hat, war mit dem kleinen Anton im März 2008 nach Russland gefahren - ohne Genehmigung des geschiedenen Vaters, der nach finnischem Recht das alleinige Sorgerecht hatte.
Nach ihrer Aussage hatte sie zunächst nur einen Heimaturlaub geplant. Dann beschloss sie aber, mit dem Kind in Russland zu bleiben, weil sie Repressionen seitens ihres ehemaligen Gatten befürchtete.
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Der Ex-Gatte organisierte dann auch in Russland einen Überfall auf die Frau, bei der das Kind entführt wurde. Mit Hilfe eines Mitarbeiters des finnischen Generalkonsulates in St. Petersburg gelang es ihm, das Kind im Kofferraum eines Diplomatenfahrzeugs wieder nach Finnland zu bringen. Der Diplomat wurde später von Russland zur persona non grata erklärt.
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Rimma Salonen will gegen das Urteil Berufung einlegen. Besonders verbittert zeigte sie sich über die Geldstrafe, von der 20.000 Euro als Schmerzensgeld und 5.000 Euro als Unkosten der Rückholungsaktion an ihren Ex-Mann gehen.
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Gegen Paavo Salonen läuft in Finnland wegen der Rück-Entführung seines Sohnes aus Russland noch ein Ermittlungsverfahren.
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