Dienstag, 23.08.2011

Burjatien: Nordkoreas Kim Jong Il badet am Baikalsee

Ulan-Ude. Nordkoreas Staats-Chef Kim Jong Il ist auf seiner Bahnreise durch Ostsibirien in Burjatien angekommen. Den Baikalsee hat er schon besucht – aber zu einem Treffen mit Medwedew kam es bisher nicht.
Heute morgen rollte Kims legendärer Panzerzug auf dem Bahnhof der burjatischen Hauptstadt Ulan-Ude ein. Mit einem mitgebrachten Mercedes brach der nordkoreanische Diktator anschließend zum etwa 150 Kilometer entfernten Baikalsee auf.

Wie üblich waren die Straßen weiträumig abgesperrt, auch Passanten wurde verboten, Foto- oder Videoaufnahmen zu machen, berichtet Itar-Tass. Das russische Fernsehen zeigte heute bislang auch keine Bilder von dem Besuch des öffentlichkeitsscheuen Staatsgastes.

In einem entstehenden Tourismus-Zentrum am Baikalufer bei Turka nahm Kim anschließend ein Bad im (vermutlich erwärmten) Baikalwasser. Dabei leistete ihm der Vorsitzende des burjatischen Parlaments, Matwej Gerschewitsch, Gesellschaft.

Anschließend gab es für Kim eine Bootsfahrt über den Baikal und ein Picknick mit burjatischen Spezialitäten am Baikalufer. Danach fuhr Kim wieder zurück nach Ulan-Ude, wo er eine Hubschrauber-Fabrik besichtigte.

Das Programm Kims für morgen wird auch von der russischen Seite geheim gehalten. Deshalb ist bislang nicht klar, wann und wo es zu einem vom Kreml schon angekündigten Treffen mit Präsident Dmitri Medwedew kommen wird.

Kim bewegt sich bei Auslandsreisen ausschließlich in seinem gepanzerten Dienstzug sowie den darin mitgeführten Limousinen fort. Neben China besuchte er auf diese Weise bisher nur Russland.

Zuletzt 2002 reiste Kim zu einem Treffen mit Wladimir Putin nach Wladiwostok. Ein Jahr zuvor durchquerte sein Sonderzug ganz Russland, der nordkoreanische Führer besuchte auch Moskau und St. Petersburg.