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Mittwoch, 24.01.2007
Denkmal-Streit: Estland schlägt Schlacht gegen Tote
Moskau. Die Verstimmung des russischen Föderationsrats über die geplante Demontage des sowjetischen Soldatendenkmals im benachbarten Baltenstaat Estland hält an. Estland schlage eine Schlacht gegen die Toten, urteilte Ratsvorsitzender Sergej Mironow in einem aktuellen Interview. Der Föderationsrat verabschiedete heute eine an die estnische Regierung gerichtete Resolution. Darin heißt es: Das estnische Vorgehen „kann man nur als einen Meilenstein der Schande in der Geschichte und einen weiteren Schritt zur Errichtung eines Brückenkopfs für die Wiedererweckung des Nationalismus in Europa bewerten.“
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Der estnische Regierungschef Andrus Ansip wies indessen russische Forderungen nach einer Revision der Gesetze zurück, die es der estnischen Regierung erlauben, sowjetische Kriegsdenkmäler zu entfernen. „Es ist ganz klar, dass die estnischen Bürger selbst entscheiden, wie ihr Leben organisiert sein soll“, so Ansip in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
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Pragmatischer als die Parlamentarier in der russischen Hauptstadt zeigen sich derweil Veteranen aus dem Gebiet Samara an der Wolga. Sie schlugen vor, das Denkmal, sollte es in den kommenden Wochen abgebaut werden, von Tallinn nach Samara zu transportieren. Dort, so finden Sie, könnte es aufgebaut werden und zu neuen Ehren kommen.
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Gleich sechzehn Veteranen-Vereine aus Samara unterschrieben heute eine entsprechende Resolution, die sowohl an das russische als auch an das estnische Parlament gehen soll. Zuvor hatte sich bereits der Gouverneur des Gebiets für eine Überführung des Denkmals nach Samara stark gemacht. Er will alle Kosten für den Abbau und den Transport aus dem lokalen Haushalt bezahlen. (cj/.rufo)
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