Mittwoch, 08.02.2012

Deutsche Wirtschaft begrüßt Abkommen mit Kasachstan

Berlin. Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft und der BDI begrüßen den Abschluss eines Partnerschaftabkommens mit Kasachstan. Die Handelsbeziehungen seien 2011 um 20 Prozent angewachsen, die Zukunftsperspektiven gut.
In einer am Mittwoch verbreiteten gemeinsamen Pressemitteilung des Ostausschusses und des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) heißt es: "Das deutsch-kasachische Partnerschaftsabkommen schafft die Voraussetzungen für eine echte Win-Win-Situation. Es erleichtert Unternehmenskooperationen und soll so die Rohstoffsicherheit der deutschen Industrie verbessern."

Die Unternehmen in Kasachstan hätten ein starkes Interesse an deutscher Technologie, die deutsche Industrie wolle Kooperationen im Rohstoffbereich aufbauen. Als "Meilenstein" in den Wirtschaftsbeziehungen beider Länder würdigte Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, die Unterzeichnung des Abkommens.

Nach Berechnungen des Ost-Ausschusses nahm der deutsch-kasachische Handel im Jahr 2011 um 20 Prozent zu. Mit einem Volumen von rund 6,3 Milliarden Euro markierte er damit einen neuen Höchststand. "Das heute unterzeichnete Partnerschaftsabkommen bietet uns die Chance, Handel und Investitionen in den nächsten Jahren weiter zu steigern", unterstrich Cordes.

Zugleich erinnerte der Ost-Ausschuss an ungelöste Probleme im kasachischen Bankensystem, die derzeit eine Absicherung deutscher Exporte durch Hermes-Bürgschaften stark erschwerten. Mit dem Besuch des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew in Deutschland verbinden die Unternehmen die Hoffnung, dass hier eine Lösung näher rücke.