Dienstag, 06.09.2011

Deutsches Handelsvolumen mit Osteuropa vor Rekord

Berlin. Trotz der instabilen Lage auf den Weltmärkten steigt Deutschlands Handelsvolumen mit Osteuropa rapide an. Russland und Kasachstan haben daran einen großen Anteil, teilt der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft mit.
Für 2011 besteht laut dem Vorsitzenden des Ostausschusses Eckhard Cordes berechtigte Hoffnung, den Rekordumsatz von 2008 (also vor der Krise) wieder zu erreichen: „Vor allem Russland verhilft der deutschen Exportwirtschaft zu neuen Wachstumsimpulsen.“

Während die deutschen Exporte nach Osteuropa im ersten Halbjahr 2011 um 23 Prozent auf 83,5 Milliarden Euro zulegten, liegen die Zahlen besonders für Russland und Kasachstan über dem Durchschnitt, heißt es in einer Pressemitteilung vom Dienstag.

Die Exporte nach Russland zogen um 38 Prozent an, nach Kasachstan um 31,7 Prozent, in die Ukraine um 25,5 Prozent. Bei den Importen gibt es in ganz Osteuropa einen Zuwachs von 19 Prozent. Bemerkenswert ist der Einfuhr-Anstieg aus Georgien – hier werden satte 268 Prozent verzeichnet.

Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft verweist besonders auf die Entwicklung des Handelsumsatzes mit Kasachstan: „Der Handel mit Kasachstan wurde zuletzt durch Schwierigkeiten im dortigen Bankensektor und laufende Verhandlungen mit der kasachischen Regierung über eine Fortsetzung des Programms der Euler-Hermes-Exportkreditbürgschaften belastet.

Die steigenden Öleinnahmen und der starke Wirtschaftsaufschwung Kasachstans haben aber im ersten Halbjahr des Jahres die Nachfrage angekurbelt und die deutschen Exporte kräftig ansteigen lassen.“