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Freitag, 08.12.2006
Dieb in der Eremitage auf frischer Tat ertappt
St. Petersburg. In der Eremitage ist heute Mittag ein Kunstdiebstahl vereitelt worden. Ein Mann zerschlug eine Vitrine, um an einen silberne Schöpfkelle zu gelangen. Da sofort Alarm ausgelöst wurde, konnte der Dieb noch im Museum festgenommen werden.
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Der Vorfall geschah in der Abteilung „Russische Kultur der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts“. Wie der Pressedienst des Museums mitteilte, zerschlug der Übeltäter die Vitrine zuerst mit dem Ellenbogen und half dann mit dem Knie nach. Museumswärter überwältigten den Täter und übergaben ihn an die Polizei.
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Der Diebstahlsversuch ereignete sich nur einen Tag nach der Eröffnung einer nur drei Tage währenden Ausstellung, in der die Eremitage 31 Kunstgegenstände zeigt, die aus ihren Beständen geraubt und wieder zurück gegegen wurden.
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Der Skandal um 221 Exponate, die über Jahre hinweg von der Familie einer Eremitage- Bediensteten aus dem Museum gestohlen und verkauft worden waren, hatte dieses Jahr den guten Namen des größten Museums Russlands schwer belastet.
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Jener Teil der Beute, der in den letzten Monaten zumeist anonym zurückgegeben worden war, wird gegenwärtig ausgestellt. Wie die Zeitung „Kommersant“ heute schreibt, handelt es sich dabei „um dritt- oder viertklassige“ Stücke, die ohne ihr Verschwinden nie für würdig befunden worden wären, im Winterpalast dem Publikum gezeigt zu werden. Es handelt sich dabei vor allem um Ikonen, Kreuze und verschiedene Gefäße. Ihr Zustand ist durchgehend gut, da sich die Diebe bei der Auswahl der Beute auf makellos erhaltene Objekte konzentrierten,. Um sie teurer verkaufen zu können.
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Museums-Chef Michail Piotrowski erklärte gestern bei der Vorstellung des Jahresberichts, dass das Museum Schlüsse aus dem Skandal gezogen habe: Die „Bewegungsfreiheit“ für Objekte aus den Fonds innerhalb des Museums wurd eingeschränkt. Außerdem wurde die Erfassung aller Exponate in einen „elektronischen Katalog“ beschleunigt. Gegenwärtig seien aber erst 70.000 der über 3 Millionen Exponate auf diese Weise bearbeitet. (ld/rufo)
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