Donnerstag, 05.04.2012

Einreiseverbot für Madonna wegen Gay-Sympathien?

St. Petersburg. Der bekannte Religionsprofessor Andrej Kurajew möchte der Pop-Ikone Madonna das russische Visum verweigern, weil sie bei ihren im August geplanten Konzerten Solidarität mit der Schwulenbewegung bekunden will.
Madonna und ihrem Begleittross könnte aus ganz einfachen Gründen die Einreise verweigert werden, so Kurajew, „denn das Ziel ihrer Reise ist ihren eigenen Angaben zufolge die Verletzung der russischen Gesetze“.

Damit spielt er auf Madonnas Ankündigung an, bei ihren Auftritten in Moskau und St. Petersburg ihre Sympathie für die russischen Schwulen und Lesben zu bekunden, denen in St. Petersburg und mehreren anderen Städten die „öffentliche Propaganda ihrer Lebensweise“ verboten wurde.

Die Annahme eines entsprechenden Gesetzes in St. Petersburg hatte Anfang März weltweit Aufsehen erregt und Proteste hervorgerufen. Madonna hatte auf eine Forderung, ihre Konzerte abzusagen, entgegnet, sie werde die Bühne nutzen, um ihre Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen.