Dienstag, 13.12.2011

Emigrant Beresowski: „Ich komme bald nach Hause“

London. Der beim Kreml in Ungnade gefallene Exil-Oligarch Boris Beresowski ist sich sicher: Im Frühjahr 2012 kommt er nach Russland zurück. Er hofft offenbar „auf eine Änderung der Lage“ nach den Präsidenten-Wahlen im März.
„Ich sage, ich komme nach Moskau zurück, wenn der Generalstaatsanwalt aufhört, mir Einladungen zu schicken. Ich denke, im Frühjahr wird er damit aufhören, dann bekomme ich die Freiheit der Wahl“, sagte Boris Beresowski am Dienstag etwas blumig in einem Interview für den Radiosender „Russkaja Sluschba Nowostej“.

Warum der Staatsanwalt ihn nicht mehr „einladen“ werde, ließ er ungeklärt. Offensichtlich ist er der Meinung, nach den Präsidentenwahlen im März 2012 würde sich in Russland etwas zu seinen Gunsten ändern. Der Milliardär, der in Russland wegen Veruntreuung und Diebstahl eine insgesamt 13 Jahre währende Gefängnisstrafe absitzen muss, genießt politisches Asyl in Großbritannien.

Beresowski verfolgt die Ereignisse in Russland mit großem Interesse aus der Ferne. Letzten Samstag hat er in London an einer Protestdemonstration gegen Wahlfälschungen vor der russischen Botschaft teilgenommen.