Montag, 19.12.2011

Ermittlungen gegen IKEA-Topmanager wegen Erpressung

Moskau. Gegen einen Topmanager des russischen Ablegers der schwedischen Möbelfabrik IKEA wird wegen Verdachts auf Erpressung und Bestechung ermittelt. Mit zwei Mittätern soll er 6,5 Mio. Rubel (156.000 Euro) erpresst haben.
Der 35-jährige Schwede soll im Februar 2011 über einen 43-jährigen türkischen Komplizen einen Geschäftsmann zur Zahlung von 6,5 Millionen Rubel gezwungen haben. Damit sollte der sich den Zuschlag bei der Anmietung von Geschäftsräumen in einem Einkaufszentrum im Moskauer Gebiet erhält erkaufen.

Der Betroffene ging allerdings zur Polizei. Bei der Geldübergabe griff diese zu und nahm den Türken fest. Der Schwede und ein weiterer Verdächtiger halten sich zurzeit im Ausland auf. Gegen alle drei wurde Klage erhoben. Bei einer Verurteilung drohen bis zu zwölf Jahre Gefängnis.

IKEA enthält sich bisher jeden Kommentars. Erst im Februar 2010 hatte es im Zusammenhang mit dem schwedischen Möbelbauer einen Skandal wegen Bestechungsgeldern gegeben – damals mussten zwei IKEA-Topmanager in St. Petersburg ihren Hut nehmen.