Dienstag, 15.03.2011

Fußball: Krasnodarer Kicker beklagt Prügel und Nötigung

Krasnodar. Nikola Nikezic, Nationalspieler Montenegros, hat bei FIFA und UEFA Klage gegen seinen Ex-Klub FK Kuban eingelegt. Der Verein soll den Spieler misshandelt und mit Mord bedroht haben, um ihn loszuwerden. Die Vereinsführung dementiert.
Das große Geld hat große Namen in den russischen Fußball gelockt: Kevin Kuranyi (Dynamo Moskau), Roberto Carlos (Anschi Machatschkala) oder Ruud Gullit (Terek Grosny). Doch wenn es für die Legionäre nicht so läuft, kann es sehr schnell ungemütlich werden, wie der Montenegriner Nikola Nikezic nun erfahren hat.

Seinen Angaben nach hat der Fußballklub Kuban die Auflösung des noch für ein Jahr gültigen Vertrags gefordert. Als er sich weigerte, eskalierte die Situation.

Am 7. März habe ihn einer der Co-Trainer erneut aufgefordert, den Vertrag zu kündigen. Als Nikezic dies ablehnte, seien zwei "kräftig gebaute Männer" in den Raum gekommen, den der Trainer dann verlassen habe.

Beide Männer fügten ihm harte Schläge auf die Leber zu, warfen ihn zu Boden und begannen ihn zu würgen. Einer der Angreifer hatte nach Angaben Nikezics eine Pistole im Halfter.

"Das dauerte ungefähr 20 Minuten, wonach ich, endgültig entkräftet und um mein Leben fürchtend, die mir unbekannten Dokumente unterschrieb", erzählte Nikezic.

Der Pressesprecher des Vereins Wjatscheslaw Iwanow nannte die Geschichte unglaublich. Der Pressedienst des Gouverneurs von Krasnodar Alexander Tkatschow, der gleichzeitig Präsident des Vereins ist, teilte mit, dass Tkatschow von dieser Angelegenheit nichts wisse.