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Russland-Aktuell
Die Netzeitung von .RUFO
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| Freitag, 04.07.2008 |
Gazprom-Chef Miller kündigt Gaspreis von 1.000 USD an |
| Moskau. Gasverbraucher in Europa müssen sich warm anziehen. Der Vorstandschef des russischen Gasmonopolisten Gazprom, Alexej Miller, kündigte an, dass der Preis für 1.000 Kubikmeter Gas bald auf 1.000 USD steigen könne. Europa sei selbst schuld daran, erklärte Miller. |
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"Bis Jahresende prognosizieren wir, dass russisches Gas für mehr als 500 USD nach Europa verkauft wird", erklärte Miller. "Mehr noch, wenn der Ölpreis in Zukunft 250 USD übersteigt, dann wächst der Preis für 1.000 Kubikmeter Gas auf 1.000 USD", fügte er hinzu. Nach Ansicht Millers ist Europa selbst schuld an dieser Entwicklung. Durch den Versuch, die Quellen zu diversifizieren, sei es zu erhöhten Kosten gekommen, behauptete Miller. Der Gaspreis ist an den Preis für Öl gekoppelt. Steigt der Ölpreis so wird auch Gas teurer. Allerdings ist Gas immer noch 40 Prozent günstiger als Öl. Dies soll sich allerdings in Zukunft nach dem Willen einiger Gaslieferanten ändern. Algerien und Katar, zwei wichtige Lieferstaaten, wollen an der Preisschraube drehen. Wenn sich Gazprom (Gasprom) dieser Haltung anschließt, könnte die Marktmacht des neuen "Gaskartells" zu einer überproportionalen Erhöhung der Gaspreise beitragen. Gazprom als Lieferant wird sicher davon profitieren. Laut Konzernchef Miller will Gazprom innerhalb von 7-8 Jahren zum größten Konzern weltweit aufsteigen. Die Verbraucher stehen bei dieser Entwicklung allerdings auf der Verliererseite. |