Dienstag, 05.04.2011

Georgische Rentnerin legt armenisches Internet lahm

Tiflis. Ein Totalausfall des Internets in Armenien und weiten Teilen Georgiens ist das Werk einer 75 Jahre alten „Hackerin“. Der Begriff ist allerdings wörtlich zu nehmen – denn die Rentnerin zerstörte beim Graben ein Glasfaserkabel.
Ganz fachfremd war die Frau allerdings nicht, denn sie gestand, dass sie eigentlich Kupferkabel ausgraben wollte. Kupfer ist ein bei Altmetallsammlern beliebtes Material.

Nach Angaben des Pressesprechers der georgischen Polizei handelte die Frau allein. Sie sei noch am Tatort von Wachleuten der georgischen Eisenbahn dingfest gemacht worden, die das Kabel betreibt.

Der Kabelschaden ereignete sich am 28. März. Für einige Stunden waren daraufhin alle armenischen Netz-Benutzer sowie ein Großteil des georgischen Netzes einschließlich der Hauptstadt Tiflis ohne Verbindung.

Die Missetäterin ist geständig und wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Ihr droht jetzt aber in Georgien ein Gerichtsverfahren wegen schwerer Sachbeschädigung.