Dienstag, 26.10.2010

Heißer Sommer hat 56.000 Tote in Russland gefordert

Moskau. Es war ein mörderischer Sommer: Hitze und Smog haben nach Berechnungen des Wirtschaftsministeriums 55.800 Russen getötet. Vor allen Dingen in den Waldbrandregionen ist die Sterberate um ein Vielfaches gestiegen.
Schon im Sommer meldeten die Gesundheitsbehörden erhöhte Sterbeziffern. Nun hat das Wirtschaftsministerium einen zusammenfassenden Bericht mit erschreckenden Zahlen veröffentlicht:

"Wegen der anormalen Hitze, der Waldbrände und des Smogs sind in Russland im Juli 14.300 Menschen und im August 41.300 Menschen mehr gestorben als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum", heißt es in dem Bericht.

Direkte Opfer der Waldbrände wurden in diesem Sommer 62 Menschen. Tausende haben durch die Flammen ihre Häuser verloren.

Nach Angaben der Statistikbehörde hat die Bevölkerung von Januar bis August - eingerechnet wurden Sterbe- und Geburtenrate sowie die Zuwanderung - um 87.400 Menschen abgenommen. Derzeit, Stand 1. September, leben 141,8 Millionen Menschen in Russland.