Dienstag, 12.01.2010

Hubschrauberpilot begeht Selbstmord nach Bruchlandung

Petropawlowsk-Kamtschatski. Zu einem ungewöhnlichen Ergebnis kam die Untersuchung der Bruchlandung eines Hubschraubers auf Kamtschatka: Der Helikopterpilot schafte zwar noch eine Notlandung mit der überladenen und vereisten Maschine – aber danach beging er Selbstmord.
Die Mi-8T war Ende Dezember im Zentrum der Halbinsel Kamtschatka mit einer Ladung Äpfel, Mandarinen und Orangen unterwegs – zu Neujahr sollten auch die Bewohner abgelegener Dörfer Frischobst erhalten.

Bei guten Wetterbedingungen musste die Maschine jedoch 70 Kilometer von der Siedlung Esso entfernt notlanden. Den Ermittlungen zufolge war dafür Überladung und Vereisung verantwortlich. Das Enteisungssystem sei intakt, aber abgeschaltet gewesen – vermutlich weil es zu viel Leistung beanspruchte.

Bei der Notlandung wurde der Hubschrauber stark beschädigt. Der Copilot und der Bordmechaniker erlitten Verletzungen und konnten sich deshalb nicht mehr von der Stelle bewegen.

Der Pilot der Maschine habe daraufhin „alle notwendigen Maßnahmen zur Rettung“ der beiden Kollegen unternommen – und sei anschließend aus deren Blickfeld verschwunden, so ein Sprecher der Ermittler.

Die alarmierten Retter fanden den Piloten später im Laderaum des Hubschraubers - mit eindeutigen Anzeichen eines Selbstmordes. Auf welche Weise der Flieger seinem Leben ein Ende setzte, wurde nicht mitgeteilt.