|
Montag, 10.11.2008
Aktualisiert 10.11.2008 17:31
Kadyrow gewinnt Machtkampf in Tschetschenien
Grosny. Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow hat den Machtkampf in seiner Republik gewonnen. Das Bataillon Wostok wird aufgelöst. Sein Widersacher, Bataillonskommandeur Sulim Jamadajew, wird versetzt. Das Moskauer Verteidigungsministerium dementierte die Versetzung.
|
|
Seit Monaten tobt der Machtkampf zwischen dem Kadyrow-Clan und dem Jamadajew-Clan. Sulim Jamadajew führt als Kommandeur des Armeebataillons Wostok die einzige von Kadyrow unabhängige Einheit in Tschetschenien.
|
Der Konflikt hat bereits Todesopfer gefordert. So kam es im Frühjahr zu einer wilden Schießerei zwischen Anhängern von Kadyrow und Jamadajew, als die Konvois der beiden Tschetschenenführer sich auf einer Landstraße nicht über die Vorfahrt einigen konnten.
Als Jamadajews Bruder Ruslan in Moskau von Unbekannten erschossen wird, halten viele politische Beobachter einen Zusammenhang zu dem Machtkampf zwischen Jamadajew und Kadyrow für wahrscheinlich. Kadyrow streitet allerdings jede Tatbeteiligung ab, die Staatsanwaltschaft hat noch kein offizielles Untersuchungsergebnis präsentiert.
|
Nun hat die Armeeführung einen Schlusspunkt unter diese Auseinandersetzungen gesetzt. Das allein mit Tschetschenen bestückte Bataillon Wostok wird aufgelöst, die Soldaten auf verschiedene Kompanien der 42. Mot-Schützen-Division verteilt.
|
Jamadajew selbst soll unbestätigten Berichten zufolge auf den Posten eines stellvertretenden Bataillons-Kommandeurs in der südrussischen Hafenstadt Taganrog versetzt worden sein.
Das Moskauer Verteidigungsministerium dementierte die Versetzung.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>