Mittwoch, 13.09.2006

Kämpfer wollen Hubschrauber abgeschossen haben

Moskau. In einem Schreiben nehmen Kämpfer der ossetischen Gruppierung Kataib al Choul die Verantwortung für den Absturz eines russischen Militärhubschraubers auf sich. Der Absturz sei Folge einer „erfolgreichen Aktion“ heißt es in dem Brief, der der Internetzeitung „Kawkaz-zentr“ zuging. Die Gruppierung will den Hubschrauber mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen haben.
Der Mi-8-Hubschrauber war am gestrigen Dienstag nahe Wladikawkaz mit insgesamt 15 hochgestellten Militärs abgestürzt, darunter befanden sich drei Generäle. Nur vier Personen überlebten das Unglück. Der Hubschrauber war auf dem Anflug nach Chankala, wo sich das Hauptquartier der russischen Streitkräfte in Tschetschenien befindet. Militärsprecher hatten am Dienstag bekannt gegeben, dass der Hubschrauber vermutlich aufgrund schlechter Sichtverhältnisse sehr tief geflogen sei, Baumkronen gestreift habe und schließlich abgestürzt sei. Hinweise auf einen Anschlag lägen nicht vor.

Dennoch werden bei den laufenden Ermittlungen vor Ort alle möglichen Ursachen des Unglücks untersucht: Neben den schlechten Sichtverhältnissen, menschliches Versagen und eben auch ein Raketenangriff. Zuletzt war es im Jahr 2002 zu einem Abschluss eines Mi-8-Hubschraubers gekommen.


(cj/.rufo)