Dienstag, 11.08.2009

Kommunist soll Schwulenclub im Blindenheim schliessen

Moskau. Der Chef der Kommunistischen Partei Russlands, Genadi Sjuganow soll sich nun auch darum kümmern, dass ein Moskauer Schwulenclub geschlossen wird. Der Gay-Club ist im Kulturhaus des russischen Blinden-Verbandes untergebracht.
Der für sein Gespür für effektvolle Medienauftritte bereits bekannte neue Verwaltungschef im moskauer Verwaltungskreis Nord, Oleg Mitwol schreibt an KP-Chef Genadi Sjuganow, weil der Vizepräsident des Blindenverbandes, Oleg Smolin KP-Abgeordneter in der Duma ist.

Er verstehe nicht, schreibt Mitwol, wie sich die Unterstützung für einen Schwulenklub mit den Grundlagen des Marxismus-Leninismus und mit den Normen der kommunistischen Moral vereinbaren lasse.

Mitwol hatte bereits als Verwaltungschef in Moskau-Nord bei der Staatsanwaltschaft beantragt, den Gay-Club im Blindenheim zu schliessen.

Das Gebäude sei von der Stadt dem Blindenverband zu Sonderkonditionen zur Verfügung gestellt worden. Diese kämen allerdings seit 2002 dem Gay-Club zu Nutze.

Ob sich Blinde über den Klubbetrieb beschwert oder an ihm teilgenommen haben, ist nicht bekannt.