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Dienstag, 22.07.2008
Kondopoga-Pogrom: Kaukasier wegen Anstiftung angeklagt
Petrosawodsk. Beim Prozess um die Massenunruhen im Spätsommer 2006 in der nordrussischen Stadt Kondopoga hat die Staatsanwaltschaft sechs Männer kaukasischer Herkunft angeklagt.
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Magomed Achmadow, Aslanbek Bakanajew, Magomed Kamilow, Gerichan Magomadow, Islam Magomadow und Said-Magomed Edilsultanow sollen in dem Restaurant „Tschajka“ in Kondopoga eine Schlägerei angefangen haben. Die beiden Morde, die während der Schlägerei begangenen wurden, werden Islam Magomadow angelastet.
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Die sechs Männer haben am Ende des zweiten Prozesstags alle Anklagepunkte von sich gewiesen und ihre Schuld an der Schlägerei bestritten. Sie sitzen seit September 2006 in Untersuchungshaft.
Im August und September 2006 war es nach einer Schlägerei in dem Lokal „Tschajka“, bei der zwei Russen zu Tode kamen, in der nordrussischen Stadt Kondopoga zu tagelangen Unruhen gekommen. Die Polizei griff zunächst nicht ein. Später wurden 109 Menschen vorübergehend festgenommen, 25 Menschen inhaftiert.
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Bei den Unruhen gingen Geschäfte und Restaurants von kaukasischen Besitzern in Flammen auf. Später veröffentlichte Medienberichte lassen es als wahrscheinlich erscheinen, dass rechtsradikale Rädelsführer nach dem Mord an den beiden Einwohnern von Kondopoga ihre Chance nutzten und die Bevölkerung vor Ort zusätzlich aufhetzten.
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Auf einschlägigen Internetseiten wurden Aufrufe zu ähnlichen Aktionen gegen Ausländer aus dem Kaukasus in anderen Städten Russlands gefunden.
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