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Mittwoch, 26.07.2006
Kremlnahe „Partei des Lebens“ fusioniert mit „Rodina“
Moskau. Die „Partei des Lebens“ fusioniert mit der Partei „Rodina“. Beide Gruppierungen sind in der russischen Duma vertreten. Zu den Wahlen im Jahr 2007 wollen die Abgeordneten der Fraktionen bereits gemeinsam antreten.
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Auf einen Namen haben sich die beiden Partner in spe noch nicht geeinigt. Auch über die Bedingungen der Fusion herrscht noch weitgehend Unklarheit. Dennoch bekundeten „Partija Schisni“-Führer Sergej Mironow und der „Rodina“-Vorsitzende Aleksandr Babakow Anfang dieser Woche bei einer gemeinsamen Pressekonferenz ihren unerschütterlichen Willen zum Zusammenschluss.
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Pikant an der Geschichte: Aleksandr Babakow soll seinem Parteipräsidium die Fusion nach einem Empfang bei Präsident Putin vorgeschlagen haben. Beobachter vermuten deshalb, dass der Präsident selbst sein Interesse an der Vereinigung der beiden Parteien geäußert haben könnte.
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„Rodina“ gilt seit langem als Erfindung des Kremls. Die Partei war erstmals zu den Duma-Wahlen im Jahr 2003 angetreten. Experten glauben, dass die Partei von der Regierung initiiert wurde, um die Stimmen der linken Wähler aufzufangen, die Kommunisten zu schwächen und der Regierungspartei „Einiges Russland“ zum Wahlsieg zu verhelfen.
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In der Folgezeit schlossen sich der Partei „Rodina“ – zu Deutsch „Heimat – allerdings immer mehr Wähler aus dem nationalistischen Spektrum an. Es wurde für den Kreml immer schwieriger, die Partei zu kontrollieren. Das dürfte auch der Grund für die Auflösung von „Rodina“ in der Fusion mit der „Partei des Lebens“ sein.
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Mitglieder der Duma-Fraktionen der beiden Gruppierungen äußerten sich skeptisch zur Fusion. Sie befürchten, dass der Zusammenschluss nicht ohne Sieger und Verlierer zustande kommen wird. Denn, so einzelne Abgeordnete, die Programme von „Rodina“ und „Partija Schisni“ könnten nicht gegensätzlicher sein.
(cj/.rufo)
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