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Donnerstag, 06.11.2008
Krisen-Airline KD Avia verhandelt um Milliardenkredit
Kaliningrad. Die in finanzielle Turbulenzen geratene Kaliningrader Fluggesellschaft KD Avia führt Verhandlungen mit mehreren staatlichen Banken über einen Kredit in Höhe von 4 Mrd. Rubel (ca. 110 Millionen Euro).
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Das berichtet der Branchendienst MDM in einer Pressemitteilung unter Berufung auf das Managment der Airline. Die Rede ist von der Wneschtorgbank, der Sberbank und der Gasprombank – dort lehnte man allerdings jeden Kommentar ab.
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Als Sicherheit für den Milliardenkredit bietet KD Avia 100 Prozent seiner Aktien, die sich in Besitz des Vorsitzenden des KD-Avia-Direktorenrates Sergej Grischtschenko (90 Prozent) und der Kaliningrader Gebietsregierung (9 Prozent) befinden. Den Kredit benötigt die Fluggesellschaft zur Schuldentilgung: Bis Jahresende sind rund 3 Milliarden Rubel aufzubringen.
In die Verlustzone sei KD Avia vor allem im 3. Quartal geflogen, berichtet MDM, ohne Zahlen zu nennen. Noch zur Jahresmitte schloß die Quartalsbilanz mit 29 Millionen Rubel Gewinn ab.
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Inzwischen steht das Unternehmen vor der Insolvenz und erklärte den „technischen Default“, nachdem es am 23. Oktober seine Obligationsverpflichtungen in Höhe von 80 Millionen Rubel nicht auszahlen konnte (Russland-Aktuell berichtete).
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Eigentlich wollte KD Avia in diesem Herbst beginnen, seine Flotte zu modernisieren und auszubauen. Im Sommer war der Vertrag über den Kauf von 25 Airbus-Jets unterzeichnet worden. Derzeit unterhält die Airline 16 für je fünf Jahre geleaste Boeing 737.
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Der Kauf ausländischer Flugzeuge ist für KD Avia durchaus lohnend, da das Unternehmen von den Steuerprivilegien der Sonderwirtschaftszone profitiert und auf den Einkaufspreis bis zu 38 Prozent (Zoll- und Umsatzsteuer) spart.
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Doch ob aus den Zukunftsplänen der Kaliningrader Fluggesellschaft etwas wird, hängt inzwischen von ganz anderen Faktoren ab.
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