Dienstag, 27.10.2009

Lettland: Meteorit von Mobilfunkfirma inszenierter Gag

Riga. Der angeblich auf einem Feld in der lettischen Provinz eingeschlagene Meteorit war ein Gag einer Mobilfunkfirma. Janis Sprogis, der Marketing-Chef von „Tele2“, erklärte, dass mit dieser Aktion „Optimismus in der lettischen Gesellschaft“ gesät werden sollte.
Die Ente über den Meteoriteneinschlag habe bewiesen, dass Lettland innerhalb eines Tages weltweit in die Schlagzeilen kommen könne – und dies nicht nur mit Nachrichten über die Wirtschaftskrise,sondern auch mit „Ungewöhnlichem oder Positivem“.

Innenministerin Linda Murniece konnte gestern allerdings nichts Positives an dem Geschehen erkennen. Nachdem Fachleute festgestellt hatten, dass es sich bei dem Krater auf einem Feld um eine Inszenierung handelt, hatte sie davon gesprochen, dass die Urheber bestraft werden müssten: „Für solche Witze muss man büßen“, sagte sie – noch nicht wissend, wer hinter dem Gag steckte.

Später erklärte Murniece, dass die Behörden bereits ihre Auslagen kalkulierten, die sie in Zusammenhang mit der Falschmeldung hatten. „Leider kann Geld nicht die Tatsache rückgängig machen, dass Tele2 sich über die Bevölkerung und unsere Dienste lustig gemacht hat“, so die Innenministerin.

Der Tele2-Sprecher kündigte an, dass seine Firma dem Staat alle Unkosten erstatten wird. So hatten zwei Feuerwehrfahrzeuge den Tag über an dem vermeintlichen Krater Wache gehalten.