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Mittwoch, 29.11.2006
Litwinenko schmuggelte früher Nuklearmaterial
St. Petersburg. Der in den rätselhaften Todesfall des EX-FSB-Agenten Alexander Litwinenko verwickelte italienische Reporter und US-Agent Mario Scaramella hat ausgesagt, dass Litwinenko bei ihrem letzten Treffen davon erzählt habe, er sei in seiner Zeit als FSB-Mann mit dem Schmuggel von Nuklearmaterialien ins Ausland betraut gewesen.
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Dies habe ihm Litwinenko bei seinem letzten Treffen in einer Londoner Sushi-Bar am 1. November erzählt, bei dem Scaramella an Litwinenko angeblich ein Papier zu FSB-Verwicklungen in den Politkowskaja-Mord übergab. An diesem Tag brachen die Vergiftungssymptome bei Litwinenko aus.
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Aufgrund der zahlreichen Orte, wo inzwischen Spuren des schwach strahlenden Polonium-210 entdeckt wurden, gedeihen gegenwärtig zahlreiche Versionen über das Geschehen: In Russland verweisen Kreml-nahe Kreise darauf, dass die Spuren im Büro des Polit-Emigranten und Putin-Feindes Boris Beresowski ein Hinweis darauf seien, dass in dessen Auftrag der Giftanschlag auf Litwinenko vorbereitet worden sei.
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Andere Quellen wie jetzt der „Independent“ verfolgen die Theorie, dass Litwinenko sich möglicherweise unbeabsichtigt durch eine defekte, aber am Körper getragene Ampulle des nur schwach strahlenden, aber bei Aufnahme in den Körper hochgiftigen Elements vergiftete. Was er damit aber eigentlich gewollt haben sollte, ist weiter Gegenstand von Spekulationen.
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Wie inzwischen bekannt wurde, wird Polonium-210 legal von der US-Firma "United Nuclear" über das Internet verkauft. Es sei das einzige Alpha-strahlende Element, dass lizenzfrei vertrieben werden könne, da es sogar bei Hautkontakt ungefährlich sei - solange es nicht über Wunden, Schleimhäute oder die Nahrung in den Körper gelange. (ld/rufo)
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