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Montag, 17.09.2007
Lugowoi will auf LDPR-Liste in die nächste Duma
Moskau. Der von Großbritannien wegen des Litwinenko-Giftmordes per Haftbefehl gesuchte Unternehmer Andrej Lugowoi will bei den Duma-Wahlen im Dezember auf der Liste der Schirinowski-Partei LDPR kandidieren. Ein Parlamentssitz würde ihm juristische Immunität verschaffen.
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Lugowoi begründete seine Kandidatur damit, dass er wider Willen in die Politik gezogen worden sei. „Ich war Geschäftsmann, aber wegen der widerwärtigen Handlungen der britischen Justiz gegen mich hat sich das alles zu politischen Hysterie gegenüber Russland entwickelt“, sagte er gegenüber Russia Today.
Die LDPR will den durch den Litwinenko-Fall zu zweifelhafter Berühmtheit gelangten Ex-KGB-Mann Lugowoi dabei als Zugpferd benutzen: Wladimir Schirinowski erklärte, dass er auf der Parteiliste bei den Wahlen auf dem zweiten Platz stehen wird.
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Während Großbritannien Lugowoi als Tatverdächtigen in dem rätselhaften Polonium-Mord an dem Ex-Agenten und Beresowski-Vertrauten Alexander Litwinenko vom November letzten Jahres betrachtet, gilt Lugowoi in Russland bislang offiziell als Geschädigter, da er und seine Familie selbst gewisse Polonium-Belastungen davon trugen.
Die russische Weigerung, Lugowoi auszuliefern, hat zu einer diplomatischen Krise zwischen den beiden Staaten geführt.
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Platz 1 wird er selbst einnehmen, Platz 3 sein Sohn Igor Lebedew, der die Duma-Fraktion der Partei führt. Platz 2 hatte bislang meist der prominente Politiker Alexej Mitrofanow inne, der vor kurzem aber zur neuen Kreml-nahen Partei „Gerechtes Russland“ wechselte.
(ld/rufo/St.Petersburg)
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