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Dienstag, 25.11.2008
Medwedew in Südamerika: Waffen und Visa für Brasilien
Brasilia. Russlands Präsident Dmitri Medwedew ist auf Südamerika-Tournee. Nach dem Ende des Pazifikstaaten-Gipfels im peruanischen Lima ist er inzwischen in der Hauptstadt Brasiliens eingetroffen.
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Am Mittwoch wird Medwedew dann nach Venezuela weiterreisen und am Donnerstag Kuba besuchen. Es handelt sich damit um die bisher weiteste und umfangreichste Auslandsreise von Medwedew als russischem Staats-Chef.
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In Brasilien stehen bei den Gesprächen mit Präsident Lula da Silva und Führungskreisen der Geschäftswelt vor allem gemeinsame Energie- und Rohstoffprojekte auf der Tagesordnung. Mit Brasilien soll aber auch über Rüstungslieferungen und eine Abschaffung der Visapflicht im Reiseverkehr gesprochen werden. Eine Vereinbarung über Visafreiheit für Kurzbesuche sei schon unterschriftsreif, so ein Sprecher des Kremls.
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Nach Ansicht vieler außenpolitischer Beobachter versucht Russland gegenwärtig, in Lateinamerika wieder an die wichtige Rolle anzuknüpfen, die einst dort die Sowjetunion zumindest unter den zahlreichen links orientierten Staaten spielte.
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Angesichts der von den USA ausgegangenen Wirtschaftskrise und dem durch die anstehende Übergabe der Präsidentschaft von Bush an Obama in Washington herrschenden strategischen Vakuum bietet sich dazu ein guter Zeitpunkt.
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Die engsten Verbündeten Moskaus in der Region sind mit Venezuela und Kuba allerdings ohnehin zwei Staaten, deren mehr oder weniger diktatorische Führungen mit den USA total über Kreuz liegen.
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Brasilien, wie Russland einer der vier für die Weltwirtschaft immer wichtiger werdenden BRIC-Staaten, ist in dieser Beziehung eher ein gleichberechtigter Partner für Russland – aber zugleich auch ein Konkurrent auf dem Weltmarkt.
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