|
Donnerstag, 13.11.2008
Medwedew: Obama kann Iskander-Stationierung verhindern
Paris. Russland kann auf die angekündigte Stationierung von Iskander-Kurzstreckenraketen im Gebiet Kaliningrad verzichten, sofern die neue US-Führung die Pläne zur Errichtung eines Raketenabwehr-Systems in Osteuropa überdenkt. Dies erklärte Präsident Dmitri Medwedew vor dem morgigen Russland-EU-Gipfel in Nizza der französischen Zeitung „Le Figaro“.
|
|
Dmitri Medwedew hatte die Aufstellung der Raketen mit 300 Kilometer Reichweite in der Ostsee-Exklave in seiner Jahresbotschaft angekündigt, die zeitlich mit der Feststellung des Wahlergebnisses in den USA zusammenfiel. Dies sei Russlands Reaktion auf das als Bedrohung empfundene geplante Raketenabwehrsystem der USA mit Standorten in Polen und Tschechien.
|
„Wir können diese Entscheidung rückgängig machen, wenn die neue US-Administration noch einmal alle Folgen ihrer Beschlüsse zur Aufstellung der Raketen und des Radars analysiert, wenn sie auch deren Effektivität und jede Menge anderer Faktoren analysiert, darunter auch die Frage, in wie weit diese Mittel angebracht sind, um auf eine Gefahr seitens der sogenannten Schurkenstaaten zu reagieren“, sagte Medwedew.
Die ersten Reaktionen aus den USA gäben Anlass zur Hoffnung, sagte Medwedew. Russland sei in dieser Frage nicht nur zu Gesprächen bereit, sondern auch zu einer „Nulllösung“.
|
Auch würde Russland weiterhin zur Mitarbeit an einem globalen Schutzsystem bereitstehen, an dem neben den USA und Russland auch die Europäer teilnehmen sollten.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>