Dienstag, 12.04.2011

Medwedew würdigt Gagarins Flug als "revolutionär"

Moskau. Gagarins Erben sind gefordert: Zum 50. Jahrestag des ersten bemannten Weltraumflugs hat Kremlchef Dmitri Medwedew zur weltweiten Zusammenarbeit bei der Erforschung des Universums aufgerufen.
Ein Flug zum Mars sei eine "interessante und fundamentale Aufgabe", sagte Medwedew bei einem Telefongespräch mit der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS.

„Der Traum, irgendwann andere Planeten und Sternensysteme zu erreichen, lebt weiter“, sagte Medwedew und würdigte die Leistung des sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin am 12. April 1961 als „revolutionäres Ereignis“. Der 108-minütige Flug sei ein „Meilenstein“ gewesen, sagte der Kremlchef.

Er sei stolz darauf, dass sein Land diesen ersten Schritt gemacht habe. Er kündigte weitere Investitionen in Raumfahrtprojekte an. Der Weltraum sei eine „Priorität unserer wirtschaftlichen Entwicklung“ sowie die Grundlage für internationale Zusammenarbeit. „Wir wollen unsere Vorteile jetzt nicht verlieren“, sagte Medwedew.

Mit zahlreichen Festveranstaltungen gedenkt Russland heute des historischen Ereignisses vor 50 Jahren. Medwedew verlieh mehreren Kosmonauten hohe Auszeichnungen, darunter der ersten Frau im All, Valentina Tereschkowa.

Für Moskau war der legendäre Flug des damals 27 Jahre alten Offiziers Gagarin ein wichtiger Punktsieg im Wettlauf der Supermächte Sowjetunion und USA um die Vorherrschaft im All. Gagarin starb 1968 bei einem Flugzeugabsturz nahe Moskaus. (dpa)