Donnerstag, 01.03.2007

Metropolit Kyrill fordert Ehrlichkeit in der Ökumene

Moskau. Metropolit Kyrill, Leiter des Außenamtes der russisch-orthodoxen Kirche, hat einen ehrlichen zwischenkirchlichen Dialog angemahnt. Die Zukunft der ökumenischen Bewegung sei von einer ehrlichen und offenen Besprechung der bestehenden Probleme abhängig, sagte Kyrill bei einem Treffen mit Kirchen-Vertretern aus Europa und der GUS.
Die Konfliktlosigkeit auf bisherigen Ökumene-Treffen beunruhige ihn Kritische Fragen seien stets von der Mehrheit abgewehrt worden, bemängelte der orthodoxe Würdenträger. Ökumenische Streitfragen sind vor allem das gemeinsame Abendmahl, das Kirchenverständnis, die Frauenordination und der Umgang mit der Homosexualität

Die „Dritte Europäische Ökumenische Versammlung“ im rumänischen Sibiu/Hermannstadt im September dieses Jahres müsse daher ein Zeichen setzen, ansonsten drohe eine tiefe Krise und möglicherweise das Ende des zwischenkirchlichen Dialogs, warnte Kyrill. Er forderte auch einen verstärkten Dialog mit dem Islam.

(ab/epd/.rufo)