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Mittwoch, 16.09.2009
Mörder von Estemirowa womöglich schon bekannt?
Grosny. Mitglieder der Menschenrechtsorganisation „Memorial“ beschweren sich über Druck, der auf Zeugen im Mordfall Estemirowa ausgeübt wird. Es wird vermutet, dass die Ermittler den Namen des Mörders bereits kennen.
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Am Dienstag wurde die Frist für die Ermittlungen im Mordfall Estemirowa um zwei Monate verlängert. Vonseiten der Ermittlungsbehörde heißt es, die Untersuchungen konnten nicht abgeschlossen werden und müssten deshalb fortgeführt werden.
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Bei der Begründung für die Verlängerung hieß es, es seinen „Probleme aufgetaucht“, die den Gang der Ermittlungen bremsen. Ein solches „Problem“ sei zum Beispiel die Angst der Zeugen vor der Zusammenarbeit mit den Ermittlern.
Alexander Tscherkassow, Mitarbeiter von „Memorial“in Grosny, ist der Meinung, auf die Ermittler werde seitens der Staatsmacht Druck ausgeübt. Die Zeugen hätten Angst vor einer Aussage, eine von ihnen hätte deshalb schon aus Grosny in Sicherheit gebracht werden müssen.
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Swetlana Gannuschkina, ebenfalls Mitarbeiterin von „Memorial“, hat „das Gefühl, dass die Ermittler womöglich bereits wissen, was mit Estemirowa passiert ist“.
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Die Bürgerrechtlerin Natalja Estemirowa war am 15. Juli in Grosny entführt und wenig später in Dagestan ermordet aufgefunden worden. Sie hatte sich um die Aufklärung von Menschen- rechtsverletzungen in Tschetschenien bemüht. Die Tat war weltweit verurteilt worden.
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