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Montag, 28.06.2010
Moldawien sagt Trauertag der Sowjetokkupation ab
Chisinau. Der von Moldawiens Präsident Michai Gimpu ausgerufene Trauertag der sowjetischen Okkupation wird nicht begangen. Gimpus Initiative stieß in Moldawien auf breite Ablehnung, was Moskau freut.
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Gimpu hatte per Präsidentenerlass den 28. Juni zum Gedenktag erklärt. Am 28. Juni 1940 hatte sich Stalins Sowjetunion den rumänischen Landstrich Bessarabien einverleibt und zur neuen Sowjetrepublik Moldawien erklärt.
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Die Übergabe Bessarabiens an die Sowjetunion war im geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Pakts festgelegt worden. Daneben sollten auch die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sowie Teile Finnlands unter sowjetische Kontrolle kommen. Im Gegenzug erhielt Hitler von Stalin freie Hand für den Polenfeldzug.
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Moldawien erhielt 1992 seine Unabhängigkeit, das Land ist aber weiterhin Bestandteil der GUS, ein Großteil der Bevölkerung hat inzwischen auch russische Wurzeln. Der Erlass von Präsident Gimpu ist daher auf Ablehnung gestoßen.
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Selbst die Regierung hat den Vorstoß Gimpus abgelehnt, droht er doch das Land weiter zu spalten. Die Regierungskoalition habe den Widerruf des Präsidentenerlasses erreicht, teilte der Chef der Demokratischen Partei Marian Lupu Journalisten mit.
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„Faktisch ist das Dekret aufgehoben. Formal gibt es jetzt zwei Möglichkeiten, das Dekret zu widerrufen. Entweder Gimpu hebt es selbst auf oder das macht das Oberste Gericht, vor dem die Kommunisten als Opposition schon geklagt haben“, sagte Lupu.
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