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Dienstag, 06.03.2007
Mordverdacht nach Fenstersturz eines Journalisten
Moskau. Nach dem Fenstersturz des russischen Journalisten Iwan Safronow diskutieren russische Medien über Mord. Safronow, der für die Tageszeitung „Kommersant“ über den Militär- und Rüstungssektor schrieb, habe an einem Artikel über einen geplanten Waffenexport nach Syrien und in den Iran gearbeitet, schreibt die Internetzeitung newsru.com.
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In dem Zusammenhang soll der Journalist Drohungen erhalten haben. Ein Motiv für Selbstmord habe Safronow nicht gehabt, meinen seine Kollegen vom „Kommersant“.
Nach Informationen von newsru.com wollte Safronow über den Verkauf von Jagdflugzeugen des Typs SU-30 nach Syrien und Flugabwehrraketen vom Typ S-300W an den Iran schreiben. Die Waffen sollten dabei erst nach Weißrussland geliefert und von dort weiterexportiert werden, um dem Westen keine Grundlage für Kritik an Russland zu geben. Auf einer Pressekonferenz Ende Februar berichtete Safronow einem Kollegen, dass er Informationen über einen weiteren bereits geschlossenen Waffenliefervertrag zwischen Russland und Syrien habe, der u.a. die Bereitstellung taktischer Raketen an den Nahoststaat vorsehe.
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Allerdings habe ihn der russische Inlandsgeheimdienst FSB gewarnt, darüber zu schreiben, sagte er. Sollte er die Informationen veröffentlichen, werde gegen ihn ein Verfahren wegen Verrats von Staatsgeheimnissen eingeleitet. Aus diesem Grund wollte Safronow mit der Veröffentlichung warten.
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Safronow war am Freitagnachmittag aus dem fünften Stock seines Wohnhauses gestürzt. Seine Wohnung befindet sich allerdings im dritten Stock. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eingeleitet. Bislang untersucht sie, ob Safronow in den Selbstmord getrieben wurde. Allerdings ist eine Umqualifizierung des Verfahrens nach Angaben eines Behördensprechers nicht ausgeschlossen.
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(ab/epd/.rufo)
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