Dienstag, 05.02.2013

Moskau gegen Adoption von Kindern durch Homosexuelle

Moskau. Kein Adoptionsrecht für Homosexuelle: Pawel Astachow, Kinderbeauftragter beim russischen Präsidenten, hat sich gegen eine Freigabe russischer Kinder zur Adoption durch homosexuelle Paare ausgesprochen.

Damit antwortet Russland auf ein französisches Gesetz, das gleichgeschlechtliche Ehen legalisiert.

„Diese Position ist bei uns bereits im Grundgesetz und im Familienrecht festgelegt“, so Astachow. „Dort steht geschrieben, dass Ehe nur ein Bund zwischen Mann und Frau sein kann. Etwas anderes gibt es bei uns nicht, Punkt.“

In Frankreich seien viele Menschen gegen die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen auf die Straße gegangen, weil viele von ihnen gegen Propaganda von Homosexualität sind, wie es auch in Russland der Fall ist.“

„Nehmen sie die UN-Konvention zum Recht der Kinder. Dort heißt es: Ein Kind hat das Recht auf Vater und Mutter. Ein Erwachsener hat kein obligatorisches Recht auf das Kind. Aber das Kind hat das Recht auf Mama und Papa. Uns schlägt man dagegen vor, das Modell dieser Welt und dieser Beziehungen zu verändern.“

Russland steht seit der Annahme von Gesetzen gegen „homosexuelle Propaganda unter Minderjährigen“ in mehreren Regionen weltweit in der Kritik. Zuletzt hat die Staatsduma in erster Lesung ein landesweites „Antischwulengesetz“ abgesegnet.

(sb/epd/.rufo)