|
Dienstag, 13.09.2011
Moskau und London weiter uneins über Litwinenko-Tod
Moskau. Im Streit über den Giftmord an Kremlkritiker Alexander Litwinenko haben sich Russland und Großbritannien nicht auf gemeinsame Ermittlungen geeinigt. Medwedew schlägt eine bilaterale Kommission vor, Cameron lehnt ab.
|
|
Laut Moskauer Medien ist der Vorschlag von Kremlchef Dmitri Medwedew, eine bilaterale Kommission könne den Strahlentod von 2006 in London untersuchen, bei dem britischen Premierminister David Cameron auf Ablehnung gestoßen.
|
Das sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter von Medwedew der Zeitung «Kommersant» am Dienstag. Cameron hatte am Vortag als erster Londoner Regierungschef seit dem Mord Moskau besucht. Die Spur der Tat führt laut Scotland Yard nach Russland. Moskau bestreitet dies.
«Mit dem Vorschlag wollten wir den Streit aus der Sackgasse führen», sagte der Mitarbeiter. Russland sei bereit, die britischen Vorwürfe gegen den russischen Duma-Abgeordneten Andrej Lugowoi zu prüfen. «Falls sich seine Schuld herausstellt, wäre ein Prozess denkbar – allerdings in Russland.» Moskau würde seine Bürger auch weiter nicht ausliefern.
|
Der Streit um den früheren KGB-Agenten Litwinenko, der mit radioaktivem Polonium 210 vergiftet worden war, belastet die bilateralen Beziehungen seit Jahren. Bei seinem Besuch in Moskau hatte Cameron außer Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin auch Vertreter der liberalen Opposition getroffen.
(dpa)
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>