Freitag, 02.09.2011

Moskauer Flughäfen droht Kollaps wegen Treibstoffmangel

Moskau. Die Moskauer Flughäfen schlagen Alarm: Ihnen geht das Kerosin aus. Am schlimmsten ist Scheremetjewo betroffen. Den Airports der russischen Hauptstadt droht nach dem Eiskollaps letzten Dezember ein weiterer Blackout.
Nach Informationen aus der Branche bekommen die Moskauer Flughäfen schon mehr als eine Woche keine Treibstofflieferungen. Da die Vorräte nur noch drei Tage reichen, drohe zwischen dem 5. Und 10. September der völlige Stillstand.

Am schlimmsten ist die Lage in Scheremetjewo; in Wnukowo gibt es ebenfalls Einschränkungen. Domodedowo verfügt über mehr Vorräte. Die Luftfahrtbehörde will jetzt den Zugang zu den Staatsreserven beantragen. Außerdem sollen die Treibstoffvorräte von drei auf sieben bis zehn Tage aufgestockt werden.

Die Vermutung, der Engpass sei wegen des Großverbrauchs des Militärs entstanden, wird vom Verteidigungsministerium zurückgewiesen. Die Luftstreitkräfte hätten nur zehn bis zwölf Prozent Anteil am russischen Gesamtverbrauch, verlautet von dort.

Der stellvertretende Energieminister Sergej Kudrjaschow erklärt, es sei zu Lieferstockungen bei der Eisenbahn gekommen. Dabei sei das Passagieraufkommen gerade im Juli und August sehr stark. Der Höhepunkt fällt aber auf Ende August, wenn im ganzen Land die Urlaubssaison zu Ende geht.