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Donnerstag, 27.11.2008
Neujahr 2009: Lange Arbeitswoche nach zehn Tagen Ferien
Moskau. Die Russen können am Jahresbeginn geschlagene zehn Tage hintereinander blau machen – müssen anschließend aber eine sechs Tage lange Arbeitswoche durchstehen. Premier Wladimir Putin hat jetzt einen entsprechenden Erlass über eine „Sonntags-Verschiebung“ unterzeichnet.
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Eine Feiertags-Reform 2004 spendierte den russischen Arbeitnehmern am Jahresbeginn gleich fünf arbeitsfreie Tage – und noch dazu den arbeitsfreien Weihnachtstag am 7. Januar. Dabei werden nach dem russischen Arbeitsrecht auf Feiertage fallende Wochenend-Tage kompensiert – sprich nachgefeiert.
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Im Januar 2009 bedeutet dies, das der Samstag und Sonntag am 3. und 4. Januar am 6. und 8. Januar „nachgeholt“ wird. Damit die Russen nach Ablauf ihrer Neujahrsferien nicht am Freitag, den 9.1. für eine Tag zur Arbeit müssen , um anschließend wieder zwei Tage ins Wochenende zu gehen, verfügte Putin nun, dass dieser Freitag anstelle des darauf folgenden Sonntags, dem 11.1., arbeitsfrei sein wird.
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Nach den geschlagenen zehn Tagen gesetzlicher Neujahrsferien zu Jahresbeginn (wobei die wenigsten Firmen und Institutionen am 31.12. einen vollen Arbeitstag einlegen werden) kommt also dann gleich eine Sechs-Tage-Woche auf die Arbeitnehmer zu.
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Die langen Neujahrsferien sind bei der russischen Bevölkerung im übrigen längst nicht so beliebt, wie man es annehmen sollte.
Denn die wenigsten Menschen haben die Möglichkeit, in dieser Zeit eine vollwertige Urlaubsreise anzutreten – sondern sind zum Nichtstun und allenfalls zu gegenseitigen Familienbesuchen vergattert. Das Wetter ist schließlich Anfang Januar auch nicht unbedingt für lange Freizeitaktivitäten außer Haus geeignet.
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Besonders bitter für das Volk der Datscha-Besitzer ist dabei: Die Einführung der fünf statt bisher zwei arbeitsfreien Tage zum Jahresbeginn wurde dabei zum Teil durch die Streichung des bis dato arbeitsfreien 2. Mai kompensiert.
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Das machte die weitaus produktiveren früheren „Mai-Ferien“ zwischen den Feiertagen am 1. Mai (Tag der Arbeit) und 9. Mai (Tag des Sieges) faktisch unmöglich.
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