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Freitag, 05.06.2009
Pikaljowo: Firmen müssen mehr Verantwortung zeigen
St. Petersburg. Die soziale Bombe in Pikaljowo ist entschärft – die still liegenden Fabriken bereiten sich auf die Wiederaufnahme der Arbeit vor. Die Regierung fordert mehr soziale Verantwortung der Unternehmer.
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Nach der gestrigen Krisensitzung im Beisein von Premierminister Putin und der Auszahlung der ausstehenden Gehälter (Russland-Aktuell berichtete) kehrt in die kleine Stadt Pikaljowo im Leningrader Gebiet die Normalität zurück.
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Dort hatten Bewohner am 2. Juni die Fernstraße nach Petersburg blockiert, um auf die verzweifelte Lage wegen monatelang nicht ausgezahlter Löhne und stillstehender Fabriken aufmerksam zu machen. Sie hatten Wladimir Putin aufgefordert, sich um die Lösung des Problems zu kümmern.
Der kam schließlich am Donnerstag, machte sozusagen einen Abstecher vom Weltwirtschaftsgipfel im 250 Kilometer entfernten St. Petersburg. Auf seine Anordnung hin wurden die Lohnschulden in Höhe von über 41 Millionen Rubeln (ca. 920.000 Euro) beglichen.
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Nach der Sitzung wurde Putin vor den Werktoren von etwa 200 Menschen wie ein Held gefeiert. Sie drückten aber zugleich ihre Unzufriedenheit mit den Regionalbehörden und den Werksbesitzern aus.
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Vizepremier Igor Setschin betonte heute, solch eine Situation wie im völlig von einer Industriebranche abhängigen Pikaljowo sei in Russland kein Einzelfall. Um derartige Vorkommnisse zu vermeiden, müssten die Arbeitgeber mehr soziale Verantwortung zeigen.
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Ähnlich äußerte sich auch Viktor Bassargin, seines Zeichens Minister für regionale Entwicklung. Das Problem in Pikaljowo sei weniger Folge der Krise, als der sozialen Verantwortungs- losigkeit der Unternehmens- führung. „Ein sozial verantwortungs- bewusster Besitzer wird auf keinen Fall die Lohnzahlungen einstellen“, so Bassargin.
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