Freitag, 21.04.2006

Putin und die Zivilgesellschaft gegen Aids in Russland

Moskau. Russlands Präsident Wladimir Putin fordert mehr Engagement gegen AIDS von Wirtschaft, politischen Parteien und Gesellschaft. Es sei offensichtlich, dass Haushaltsmittel nicht für alles reichen können, sagte Putin auf einer Sitzung des Staatsrats im Kreml. Deshalb müssten Geschäftsleute, Vertreter politischer Parteien und Strukturen der Zivilgesellschaft aktiver in die Arbeit zur Aufklärung über die AIDS-Gefahr einbezogen werden.
Die Staatsratssitzung war dem Kampf gegen die Immunschwächekrankheit in Russland gewidmet.

Das Wichtigste sei Aufklärungsarbeit gegen AIDs. Sie solle nach Putins Worten nicht nur umfassend sein, sondern auch ununterbrochen geführt werden, meldet RIA Nowosti. "Es kommt darauf an, Menschen von den Gefahren der HIV-Infektion und von einem hohen Infektionsrisiko in Kenntnis zu setzen", sagte Putin.

Besonders wichtig sei diese Arbeit in so genannten Risikogruppen. Der Präsident erinnerte daran, dass in Russland bereits nicht wenig solcher Projekte und Programme umgesetzt würden. "Aber dabei fehlt eine einheitliche Strategie." Putin bemängelte auch, dass regionale Programme zur AIDS/HIV-Bekämpfung kaum finanziert würden. (mig/.rufo)