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Dienstag, 28.03.2006
Putin zur Regierung: Schluss mit Nasenbohren!
St. Petersburg. Mit einem sibirischen Waldarbeiter würdigen Kraftausdrücken hat Präsident Wladimir Putin gestern bei einer Kabinettssitzung den beklagenswerten Zustand der russischen Holzverarbeitungsindustrie kritisiert.
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„Wann wird das Holz endlich in Russland verarbeitet werden?“, wandte er sich an die Ministerrunde.
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Als daraufhin Wirtschaftsminsiter German Gref einen wenig verständlichen Exkurs hielt, meinte Putin nur: „Wir brauchen Vorschläge – und zwar energische. Wenn wir jahrelang nur in der Nase bohren (wörtlich: ‚den eigenen Rotz kauen’), dann ändern wir gar nichts. Wir sollten Maßnahmen zur Stimulierung der Holzverarbeitung innerhalb Russlands ergreifen und nicht das Rundholz ins Ausland jagen. Es wird in riesgien Mengen hin- und hergeschoben und nichts passiert“, so der Präsident.
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Nachdem der Staatschef die Minister ins Gebet genommen hatte, in dieser Frage nicht auf Lobbyisten, sondern das Wohl des Landes zu hören, setzte er nach Holzfällerart noch einen Satz mit der verbalen Motorsäge oben drauf:
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„Seit 1999 werden irgendwelche Projekte geprüft. Und es ist immer die gleiche Scheisse (hier nutze Putin die wörtlich nicht übersetzbare Formulierung ‚ni chrena ne prois’chodit’)“, protokollierte die „Nesawissimaja Gazeta“ die Kabinettssitzung. Putin weiter: „Ich kenne dieses Geschwätz, es ist jedes Jahr das gleiche“. (ld/.rufo)
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