Montag, 13.02.2006

Redaktionsgebäude schon zur Hälfte ausgebrannt

Das seit heute Vormittag im Moskauer Stadtzentrum in Flammen stehende Verlagsgebäude der “Komsomolskaja Prawda” und anderer Zeitungen ist bereits zur Hälfte ausgebrannt. Bislang gelang es der Feuerwehr nicht, die Ausbreitung des Brandes zu stoppen.
Wie Itar-Tass meldet, ist die dritte bis siebte Etage fast komplett den Flammen zum Opfer gefallen. Nach Angaben der Feuerwehr beträgt die Brandfläche 2.000 Quadratmeter und breitet sich weiter aus. In den Wänden des Gebäudes traten Risse auf.

Das Kreml-eigene Haus des Verlags „Pressa“ stammt aus den 30er Jahren. Durch das Feuer sind auf 50 bis 100 Quadratmeter Fläche die Fußböden eingestürzt. Auf dem Dach brennen inzwischen auch die Satellitenantennen ab.

Der Feuerwehr gelang es, sämtliche Personen, die sich vor dem Feuer auf Balkone gefllüchtet hatten, zu retten. Die Löscharbeiten werden durch zu niedrigen Wassedruck in den Hydranten erschwert, berichtete der TV-Sender „Rossija“. Zu Beginn störten auch die zahlreichen vor dem Gebäude abgestellten Autos die Arbeit der Feuerwehr.

Die „Komsomolskaja Prawda“ will morgen mit einer statt der üblichen 40 Seiten nur 16 Seiten umfassenden Notausgabe erscheinen, die von Redakteuren in den Räumlichkeiten anderer Medien angefertigt werden soll, erklärte Chefredakteur Wladimir Sungorkin. (ld/.rufo)