Donnerstag, 18.10.2007

Russische Regierung will ohne Kameras tagen

Moskau. Die Russische Regierung will ihre Sitzungen in Zukunft ohne ständige Beobachtung von Medienvertretern abhalten. Heute morgen wurde die Übertragung der Regierungssitzung nach der Begrüßung der Minister unterbrochen.
Die TV-Übertragungen aus dem Sitzungsraum der Regierung für die Kreml-Journalisten waren unter dem Vorgänger des neuen Ministerpräsidenten Viktor Subkow Michail Fradkow eingeführt worden. Es ist noch nicht klar, ob sie nur vorübergehend abgesetzt wurden oder vollständig eingestellt werden.

Begründet wurde die Aussetzung der Übertragung heute morgen damit, dass die Regierung ungestört und ohne Zwang arbeiten will. In Zukunft soll nur noch die Begrüßung übertragen werden. Nach Abschluss der Sitzung sollen dann die Minister den Journalisten kurz Auskunft über die Sitzungsthemen geben.
Russische Medien berichten, die Übertragung seien wegen der Beschwerden einzelner Minister eingestellt worden. Die Politiker fürchteten um ihre Autorität in den russischen Regionen.
Der neue Regierungschef nehme bei seiner Einzelkritik kein Blatt vor den Mund und gehe die Minister sehr direkt an.


(cj/.rufo/Moskau)